Ein Herbst-Mobile und die Frage, was basteln mit Greta eigentlich für mich bedeutet

Zum Herbst und meinem Dilemma mit der zweiten Jahreshälfte hab ich ja erst neulich einen Artikel verfasst. Nach dem Herbst kommt zwangsläufig der Winter und der kann verflucht lange sein. Ich hab den Vorsatz gefasst, die Jahreszeiten einfach zu nehme wie sie sind und den Moment zu genießen. Letztes Wochenende folgte der Theorie die Tat. Jeder Jahreszeit kann man ihr Gutes abgewinnen, vor allem wenn es ums Basteln geht.

In keinem anderen Monat gibt es wohl so viel zu sammeln wie im Oktober: Eicheln, Kastanien, Blätter, Haselnüsse oder Zweige um nur einiges zu nennen. Seit Greta auf der Welt ist, habe ich es mir romantisch vorgestellt, wie wir beieinander sitzen und kleine Tiere zusammen stecken oder Blätter pressen und anschließend bemalen. Jetzt ist sie 2,5 Jahre alt und ich war überrascht, wie fingerfertig sie mittlerweile ist.

Ich habe ein Faible für Mobiles, ich weiß gar nicht woher das kommt. Ich meine nicht diese mega komplexen Dinger, die man irgendwo kauft und sich dann beim zusammenstecken der Achsen die Finger bricht. Ich mag es einfach und sammle lieber ein paar schöne Zweige um daran Fundstücke baumeln zu lassen.

Los ging es mit den Hütchen der Eicheln. Die hatte Greta ein paar Wochen zuvor mit der Oma gesammelt. Wir haben sie gemeinsam mit einer ordentlich Portion Klebstoff gefüllt und kleine bunte Filzkugeln hineingeklebt. Da die Eicheln Zwillinge waren, konnten wir die Hütchen prima als Basis für unsere Mobile-Pendel nutzen.

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Anschließend fädelten wir Fundstücke abwechselnd mit Holzperlen und Filzkugeln auf mein liebstes Garn von Garn & mehr. Ich hab mich diesmal für eine weiße Variante mit Goldfaden entschieden. Es geht ja schließlich stramm auf Weihnachten zu und das Gold passt hervorragend zu den Brauntönen, die das Mobile dominieren. Es sollte keine große Sache werden, nur eine kleine Erinnerung an den bunten Herbst. Gretas Arbeitsmoral hat zwischenzeitlich trotzdem etwas nachgelassen. Ich kanns ihr nicht verdenken. Sie hatte natürlich nicht, wie ich, das spätere Ergebnis im Kopf, auf das wir hinarbeiteten und hat einfach die Lust verloren. Sie wollte das lieber nach ihren Vorstellungen machen. Am besten überall „Klepstopf“ drauf.

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Schlussendlich haben sich meine Vorstellungen diesmal durchgesetzt und so haben wir die drei fertig aufgefädelten Schnüre an einem schmalen Ast befestig um sie daran herab baumeln zu lassen. Beim Knoten machen hat Greta wieder fleißig geholfen. Ich mag unser Herbst-Mobile und als es fertig war, war auch Greta begeistert. Jetzt hängt es über Gretas Bett, das hat sie sich gewünscht. Trotzdem, rückblickend nach einer Woche, in der ich immer mal wieder darüber nachdenken konnte, muss ich mich beim Basteln mit Greta anpassen. Und zwar an sie. Ich muss ab und an meine Ideen hinten anstellen und vor allem meine Perfektionismus in der Schublade lassen und nicht ungeduldig werden wenn es nicht nach mir geht. Greta muss die Chance haben sich auszuprobieren und ihrer Kreativität freien lauf lassen können, ohne dass Mama immer dazwischen funkt. Das will ich das nächste Mal berücksichtigen. Ich gelobe Besserung!

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// Verwendetes Material

Filzkugeln von ricodesign über idee-shop.de

Garn von Garn & mehr

Bunte Holzperlen über amazon.de

Goldenes Glöckchen über amazon.de

Hinweis: Die Links sind nicht gesponsert sondern rein informative Links.


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